Wurzeln: Verborgene Kräuter-Power unter der Erde

Während im Frühjahr die Hochsaison der Kräuter ist, geht man im Herbst eher Pilze oder Kastanien sammeln. Doch gerade in der kühleren Jahreszeit haben einige Kräuter etwas ganz Besonderes zu bieten: Ihre Wurzeln. Wir sind dem Ganzen mal auf den Grund gegangen – im wahrsten Sinne des Wortes. :-)


Warum Herbst? Wurzeln, die es in sich haben

Im Herbst bereiten sich viele Pflanzen auf ihren „Winterschlaf“ vor. Sie ziehen sich in die Erde zurück und stecken ihre ganzen Kräfte und Nährstoffe in ihre Wurzeln. Der perfekte Zeitpunkt also, um sich die Hände schmutzig zu machen und nach den Kräuter-Schätzen zu graben.

Die schützende Wurzel

Von Juli bis September können Sie die schönen hellrosa Blüten des Eibischs bewundern. Ab Oktober verdient seine Wurzel Ihre volle Aufmerksamkeit: Die in der Wurzel enthaltenen Schleimstoffe beruhigen die Schleimhäute, indem sie diese wie ein Schutzschild umhüllen. Deshalb wird die Wurzel hauptsächlich bei Erkältungen eingesetzt, zum Beispiel in unserem Hals- und Rachen Tee. Früher wurde sie übrigens auch zur Herstellung von Mäusespeck genutzt.

Die beruhigende Wurzel

Baldrian ist für seine beruhigende und schlaffördernde Wirkung bekannt – dafür verantwortlich ist seine Wurzel, deren strenger Geruch jedoch eher für schlaflose Nächte sorgt. Kein Wunder also, dass diese einst zum Vertreiben böser Geister verwendet wurde. Trotz des charakteristischen Geruchs kann die Baldrianwurzel mit einem süßlich-würzigen Geschmack punkten.

Die süße Wurzel

Die Süßholzwurzel gehört wohl zu den bekanntesten Kraut-Wurzeln: ob in Lakritze, Tees oder Medizin – sie ist ein echtes Multitalent. Und ihr Name ist Programm, denn sie ist fast 50-mal so süß wie Rohrzucker. Die Wurzel verleiht Tees eine angenehme Süße – ideal für figurbewusste Naschkatzen.

Die unterschätzte Wurzel

Die Löwenzahnwurzel ist ihnen bestimmt schon mal beim Unkraut jäten begegnet. Doch wussten sie, dass der Löwenzahn inklusive der Wurzel ein traditionelles Heilkraut ist? Vielen dient die Löwenzahnwurzel sogar als Kaffeeersatz. Dafür einfach die Wurzel kleinschneiden, trocknen lassen, rösten und zu Pulver mahlen. Probieren Sie es doch einfach mal aus.  
 

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