Wissenswertes und Erstaunliches
über Tee

So vielfältig wie die Aromen der verschiedenen Teesorten, so zahlreich und spannend sind auch die Geschichten, Mythen und Fakten, die sich um das beliebteste Heißgetränk der Welt ranken. Wir haben Wissenswertes und Erstaunliches zusammengestellt.


Während des Tees absolute Ruhe

Das gilt zumindest in Japan während der Teezeremonie. Lediglich genüssliches Schlürfen ist erlaubt, ja sogar ein echtes Muss für vollmundigen Teegenuss. Denn beim Schlürfen wird Sauerstoff mit in den Mund aufgenommen, der die Geschmacksempfindlichkeit erhöht.


Tee gegen Speck und Butter

Tee war nach dem 2. Weltkrieg besonders im teeverrückten Ostfriesland Mangelware. Um nicht auf ihr Lieblingsgetränk verzichten zu müssen, fuhren die Ostfriesen ins Ruhrgebiet. Dort tauschten sie mit Bergarbeitern, die eine Sonderteezulage erhielten, diesen gegen Speck und Butter. Das Tauschgeschäft wurde so beliebt, dass umgekehrt auch die Frauen der Bergarbeiter nach Ostfriesland reisten.

 

Der Teebeutel war kein Versehen

Der Legende nach soll im Jahre 1908 der amerikanische Teehändler Thomas Sullivan den Teebeutel aus Versehen erfunden haben, als er an seine Kunden Teeproben in kleinen Seidenbeuteln schickte. Doch schon sieben Jahre zuvor reichten Roberta C. Lawson und Mary Molaren aus Wisconsin ein Patent für einen Teebeutelhalter ein, dem Vorreiter des modernen Teebeutels. Die Idee kam den beiden teebegeisterten Damen, da es zuvor nicht möglich war, einzelne Tassen mit Tee frisch aufzubrühen.

 

Tee soll so bitter sein wie Bier

Meint zumindest George Orwell, der Autor des Bestellers „1984“. Ganz wie es sich für einen Briten gehört, übte sich der Schriftsteller auch in einem Regelwerk über die Teezubereitung. In seinem Essay „A Nice Cup of Tea“ stellte er elf goldene Regeln auf, von denen eine lautete, dass Tee wie Bier bitter schmecken müsse. Auch wenn Orwell das Süßen des Tees verschmähte, verfeinern die Briten traditionell bitteren Schwarztee mit Milch und Zucker.

 

Mit Tee konnte man bezahlen

Bis ins 20. Jahrhundert kam in vielen Regionen Chinas das sogenannte Teegeld zum Einsatz. Hierfür wurden Teeblätter zu Barren gepresst, auch Teeziegelgeld genannt. Die Teeziegel wogen etwa ein bis zwei Kilo und an ihrem Prägemuster konnte man den jeweiligen Wert erkennen.

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