Sonnenallergie: Mehr als „nur“ Sonnenbrand

Natürlich lindern und geschützt vorbeugen

Ein genüssliches Sonnenbad und ein sonnengeküsster Teint gehören für viele einfach zur heißen Jahreszeit dazu. Kein Wunder, denn was gibt es Schöneres als die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren? So herrlich dieses wohlige Gefühl auch ist, zu viel des Guten ist schädlich für die Haut und kann sogar zu unangenehmen Ausschlägen führen: der Sonnenallergie.  


Bikini oder Badehose an, Sonnenbrille auf, ein gutes Buch im Gepäck und das „Brutzeln“ kann beginnen – ob im Garten, auf dem Balkon oder am See. Während viele gar nicht genug vom Vitamin D tanken bekommen, bedeutet ein Sonnenbad für manche Menschen alles andere als Entspannung und Genuss: Statt der gewünschten Bräune kann es bei ihnen zu unliebsamen Hautveränderungen kommen, die die Freude am Sonnenschein schnell trüben können.

Eine Allergie gegen die Sonne?

… für Sonnenanbeter wohl kaum vorstellbar. Doch auch, wenn sich hinter dem Begriff „Sonnenallergie“ eine Allergie vermuten lässt, handelt es sich vielmehr um verschiedene Hautreaktionen, die unter anderem durch Sonnenlicht ausgelöst werden können:

  • Mallorca-Akne: Eine Mallorca- oder Sommer-Akne vermeiden Sie leider nicht allein, indem Sie um die spanische Urlaubsinsel einen Bogen machen. Sie entsteht durch das Zusammentreffen von bestimmten Kosmetikinhaltsstoffen und UV-A-Strahlen, es kann zu roten Flecken, Pickelchen und starkem Juckreiz kommen. Diese Hautreaktionen zeigen sich meist an Schultern, Dekolleté und Armen.
     
  • Polymorphe Lichtdermatosen: Während sich ein „normaler“ Sonnenbrand unmittelbar auf der Haut bemerkbar macht, zeigt sich eine polymorphe Lichtdermatose, auch Sonnenekzem genannt, erst nach ein paar Stunden oder wenigen Tagen. Sie ist die häufigste Form einer Sonnenallergie und kann sich von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich äußern: Es kann zu starkem Juckreiz, fleckigen Hautrötungen und zu Knötchen oder Blasen auf der Haut kommen.
     
  • Phototoxische und photoallergische Reaktionen: Ist die Lichtempfindlichkeit der Haut durch bestimmte Stoffe wie z.B. Medikamente erhöht, können phototoxische oder photoallergische Reaktionen entstehen. Die Folge: Schon bei einem kurzen Sonnenbad kommt es zu brennenden Rötungen, Juckreiz oder Blasenbildung.
     

Natürliche Haus- und Hilfsmittel bei einer akuten Sonnenallergie

Wenn die Sonnenstrahlen ihre Spuren auf der Haut hinterlassen haben und es zu den unerwünschten Hautreaktionen kommt, ist es besonders wichtig die Haut für die nächsten paar Tage vor der Sonne zu schützen oder bestenfalls die Sonne vollständig zu meiden – im Sommerurlaub leider keine leichte Angelegenheit. Um akute Beschwerden zu lindern, heißt es dann vor allem: kühlen, kühlen, kühlen!

  • Auch wenn es sich im ersten Moment paradiesisch anfühlt: Eine kalte Dusche verspricht nur für kurze Zeit eine erfrischende Abkühlung. Immerhin hilft sie aber auch dabei, die Haut von Kosmetikresten zu befreien, die z.B. eine Sommer-Akne auslösen können.
     
  • Quarkwickel sind bei vielerlei Beschwerden ein bewährtes Hausmittel – auch bei einer Sonnenallergie können sie eine kühlende Wohltat sein.
     
  • Gurken haben einen sehr hohen Wassergehalt und können dementsprechend gut Temperaturen speichern. Für einen angenehmen Kühleffekt einfach gekühlte Gurkenscheiben oder Gurkenpüree auf die betroffenen Hautpartien auftragen.
     
  • In gekühltem Kamillentee getränkte Umschläge können helfen, die Beschwerden zu lindern. Gleichzeitig kann die Haut von den entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Eigenschaften der Kamille profitieren.
     
  • Auf die inneren Werte kommt es an – das gilt auch für das wertvolle Gel der Aloe Vera Pflanze. Der kühlende Effekt kommt sonnenstrapazierter Haut zugute, gleichzeitig spendet das Gel der Wüstenpflanze viel Feuchtigkeit.
     
  • Auch die strahlend-orange Ringelblume kann helfen: In Form einer Salbe kann die beliebte Heilpflanze die Hautregeneration unterstützen.
     

Tipps für gesundes Sonnenbaden

Das Wichtigste bei einer Sonnenallergie ist: Ihr vorzubeugen. Und das bedeutet, die Haut während des Sonnenbadens ausreichend zu schützen.

  • Auch wenn die Verlockung eines ausgiebigen Sonnenbads bei den ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres groß ist – die Haut braucht eine gewisse „Eingewöhnungsphase“. Also am besten erst einmal mit kürzeren Sonnenbädern beginnen.
     
  • Von 11 Uhr bis 15 Uhr zeigt sich die Sonne von ihrer strahlendsten Seite – sprich: Um die Mittagszeit ist die UV-A- und UV-B-Strahlung am höchsten. Deshalb gilt: Die Mittagssonne meiden.
     
  • Eincremen, aber richtig. Bei der Sonnencreme kommt es nicht nur auf den passenden Lichtschutzfaktor an (für Kinder mind. LSF 30, für Erwachsene mind. LSF 20), sondern auch auf die Menge. Den Sonnenschutz also lieber etwas großzügiger auftragen. Und: Regelmäßiges nachcremen nicht vergessen.
     
  • Ob im Schatten oder bei bewölktem Himmel – auch hier zeigen die UV-Strahlen ihre Wirkung. Um einen Sonnenbrand oder eine Sonnenallergie zu vermeiden, ist es empfehlenswert, sich auch im Schatten einzucremen.
     
  • Insbesondere beim Sonnen kommt man ganz schön ins Schwitzen und der Körper verliert wertvolle Flüssigkeit. Ausreichend zu trinken ist dann besonders wichtig. Neben Wasser können auch erfrischende Durstlöscher ohne Zucker wie z.B. unsere cold energy teas dabei helfen, den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen.
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