Sommerpflege für den Kräutergarten

Was gibt es Schöneres als die warmen Nachmittage im duftenden Kräutergarten zu verbringen? Auch Kräuterlinge auf dem Balkon oder der Fensterbank zaubern ein mediterranes Ambiente zum Wohlfühlen – vor allem im Sommer, wenn alles grünt und blüht. Damit Ihre Kräuterlieblinge Sie auch an heißen Tagen mit ihren kräftigen Aromen, zauberhaften Düften und einer üppigen Ernte erfreuen, hier ein paar Tipps für die sommerliche Pflege des Kräutergartens.


Großzügig zurückschneiden

Ein regelmäßiger Rückschnitt hilft, die Kräuterlinge gesund zu halten und sorgt für eine üppigere Ernte. Denn verwelkte Blüten oder Blätter sind unnötiger Ballast für die Pflanze, die am besten durch sogenanntes „Ausputzen“ mit einer Gartenschere entfernt werden. Der Rückschnitt lässt viele Kräuter neu austreiben und dichter nachwachsen.

Vor Schädlingen schützen

Ungebetene Gäste wie Blattläuse, Woll- und Schildläuse haben im Sommer Hochsaison. Deshalb sollten Sie die Kräuterlinge regelmäßig auf mögliche Schädlinge kontrollieren. Schutzmaßnahmen wie ein stark duftender Beetnachbar, z.B. Thymian oder Lavendel, können kleinen Übeltätern vorbeugen. Und falls sich doch das ein oder andere Ungeziefer breit gemacht hat, können natürliche Pflanzenschutzmittel, aus beispielsweise Brennnesseljauche, bei der Schädlingsbekämpfung unterstützen.

Ausreichend gießen

Das richtige Wässern ist eine Kunst für sich, denn jede Pflanze hat hier ihre ganz eigenen Bedürfnisse. Mediterrane Kräuterlinge wie der Rosmarin mögen viel Sonne und einen eher trockenen Boden. Schnittlauch und Petersilie bevorzugen es feucht und schattig.

An sehr heißen Tagen kann bis zu zweimal täglich gießen sinnvoll sein. Am besten morgens und abends, um die Kräuterlieblinge nicht bei direkter Sonneneinstrahlung zu wässern. Denn Gießwasser, das sich auf den Blättern sammelt, kann wie bei einer Lupe das einfallende Sonnenlicht bündeln und die Pflanze verbrennen. Deshalb auch immer direkt am Wurzelbereich gießen.

Sonnenbrand vorbeugen

Wie bei der menschlichen Haut kann zu viel Sonne auch bei Kräutern einen Sonnenbrand verursachen. Die Sonne entzieht der Pflanze dabei viel Feuchtigkeit und die Blätter verfärben sich von saftig-grün zu matt-braun. Gerade wenn im Sommer die Sonneneinstrahlung schnell stärker wird, haben viele Pflanzen nicht genug Zeit einen entsprechenden Schutz auszubilden. Um einem Sonnenbrand vorzubeugen, die Kräuterlinge am besten langsam an die stärkere Sonne gewöhnen – Sonnensegel oder Sonnenschirme können helfen die Kräuter vor der starken Mittagssonne zu schützen.

Falls es trotz Schutzmaßnahmen zu einem Sonnenbrand kommen sollte, die Pflanze sofort aus der Sonne nehmen und ordentlich mit Wasser versorgen.

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