Salbei – als Tee oder Aufguss ein krautiger Tausendsassa

Ein Kraut, das seinem Namen Ehre macht: „Salvia“, wie Salbei im Lateinischen genannt wird, kommt von salvare, was „heilen“ bedeutet. Und tatsächlich: Schon seit Jahrhunderten ist Salbei Tee bekannt und beliebt für seine wohltuenden Eigenschaften – ganz gleich ob bei Heiserkeit, Halsschmerzen oder schwitzigen Füßen.


In der Antike als eines der wichtigsten Heilkräuter angesehen, wurde Salbei schon von dem griechischen Arzt und Gelehrten Hippokrates zur Behandlung von Lungenbeschwerden empfohlen. Auch Hildegard von Bingen schätzte den Salbei Tee: Sie empfahl einen heißen Aufguss aus Salbeiblättern bei Bauch- und Kopfschmerzen. In Sachen Kulinarik lässt sich der Lippenblütler ebenfalls nichts vormachen: Wegen seines würzigen Aromas wird er gerne zur Verfeinerung von Speisen eingesetzt und verleiht so manch einem Gericht das krönende i-Tüpfelchen.

Ins Schwitzen gekommen?

Die Anwendung von Salbei gegen starkes Schwitzen ist vergleichsweise weniger bekannt. Ein echter Geheimtipp, der im Gegensatz zu handelsüblichen Deodorants auf ganzer Linie mit seinen natürlichen Eigenschaften überzeugt. Die schweißhemmende Wirkung kann bei innerlicher Anwendung als Tee Einsatz finden oder als Tinktur zur äußerlichen Anwendung auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Alternativ kann ein Aufguss, z.B. für ein Fußbad, hergestellt werden – das ist nicht nur gut bei Schweißfüßen, sondern kann obendrein eine wohltuende Entspannungspause nach einem langen Arbeitstag schenken.

Salbei-Fußbad gegen schwitzige Füße:

  1. Vier Esslöffel getrocknete Salbeiblätter mit einem Liter heißen Wasser zu einem Fußbad angießen.
  2. Die Füße rund 15 Minuten lang im Salbei-Wasser baden. Darauf achten, dass die Füße vollständig bedeckt sind.
     

Salbei Tee – wohltuend für Hals und Rachen

In der heutigen Phytomedizin wird Salbei bei vielerlei unterschiedlichen Beschwerden angewendet: Darunter zum Beispiel als wohltuender Salbei Tee bei Heiserkeit und Halsschmerzen oder als entzündungshemmende Mundspülung bei Zahnfleischproblemen. Auch bei Verdauungsbeschwerden und leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich unterstützt das Kraut dank seiner ätherischen Öle eine natürliche Linderung.

Salbei richtig aufbewahren

Frischer Salbei:

Auch wenn Salbei ursprünglich aus dem sonnigen Mittelmeerraum stammt, mag er es bei der Lagerung gerne kühl: Circa vier Grad Kühlschranktemperatur sind ideal. Für die Aufbewahrung im Kühlschrank empfiehlt es sich, die Blätter mit Stiel in feuchte Papierküchentücher zu wickeln und in eine Brotbox zu legen. Am besten jeden Tag prüfen, ob die Tücher noch feucht sind, ansonsten auswechseln.

Trockener Salbei:

Noch länger hält sich Salbei im getrockneten Zustand: Hierzu einfach die einzelnen Pflanzenstiele zusammenbinden, kopfüber an einen trockenen Ort hängen und an der Luft trocknen lassen. Alternativ kann der Salbei auch im Ofen getrocknet werden: Dazu die Blätter einzeln auf Backpapier legen und bei 40 Grad für fünf bis sechs Stunden im Ofen backen. Nach jeweils 30 Minuten wenden

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