Natürliche Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden

Kräuter und Hausmittel bei Blähungen, Übelkeit und Co.

Eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit und es ändert sich so vieles – zunächst vor allem im Körper der zukünftigen Mama. Kein Wunder also, dass es hier und da mal zwickt. Welche Kräuter und Hausmittel bei den typischen Schwangerschaftsbeschwerden helfen können, lesen Sie hier.


Eine Schwangerschaft ist ein aufregendes und außergewöhnliches Erlebnis im Leben einer Frau. In den neun Monaten bis zur Geburt stellt sich der gesamte Organismus der werdenden Mutter auf die Versorgung und die Geburt des Kindes ein. Dass dann nicht mehr alles so läuft wie gewohnt, ist ganz normal. Dafür sind in der Regel die Schwangerschaftshormone verantwortlich. Die grenzenlose Vorfreude auf das Baby wird dann bei vielen zukünftigen Mamas leider durch typische Schwangerschaftsbeschwerden, wie Blähungen, Übelkeit, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen ein wenig gedämpft. Ernsthaft sorgen muss man sich allerdings nicht. Und etliche Hausmittel und Heilpflanzen können helfen, solche Wehwehchen in der Schwangerschaft zu lindern.

Gegen das mulmige Gefühl im Magen

Der Duft des Liebsten oder der Geruch der Lieblingsspeise – manche Dinge, die man vorher so gerne in der Nase hatte, können während der Schwangerschaft auf einmal Unwohlsein und Übelkeit hervorrufen. Oft haben die werdenden Mütter gerade in den Morgenstunden, wenn der Bauch noch leer ist, mit solchen Beschwerden zu kämpfen.

Was genau dahinter steckt, ist nicht eindeutig geklärt. Forscher vermuten, dass Schwangere einen besonders sensiblen Geruchs- und Geschmackssinn entwickeln, um das Baby vor Krankheitserregern und Giftstoffen zu schützen. Bei morgendlicher Übelkeit hilft es, gleich nach dem Aufwachen eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen, da Übelkeit gerade auf nüchternen Magen besonders unangenehm sein kann. Auch Kräutertees mit Kamille helfen den Bauch zu beruhigen. Wenn Ihnen nicht gut ist, gönnen Sie sich zudem ausreichend Ruhe und vermeiden Sie Gerüche und Speisen, die das mulmige Gefühl im Bauch verstärken. Leichte Speisen und tägliche Bewegung an der frischen Luft können helfen einen sensiblen Magen zu entspannen.

Wenn’s im Bauch drückt und zieht

Blähungen zählen zu den häufigsten Schwangerschafts-Wehwehchen und werden von den zukünftigen Mamas oft als besonders unangenehm empfunden. Wenn’s während der Schwangerschaft im Bauch drückt und zieht, steckt in der Regel das Schwangerschaftshormon Progesteron dahinter, das die Darmmuskulatur entspannt und die Verdauung verlangsamt. Dadurch können mehr Nährstoffe für Mutter und Kind aufgenommen werden. Leider macht sich dies häufig auch durch Verdauungsbeschwerden, wie Verstopfungen und Blähungen bemerkbar. Zusätzlich wird der Darm von der größer werdenden Gebärmutter zur Seite gedrückt, was ebenfalls die Verdauung erschwert. Umso wichtiger ist es jetzt Magen und Darm aktiv zu unterstützen, z. B. durch langsames Essen und sorgfältiges Kauen. Viel trinken und ausreichend Bewegung nach den Mahlzeiten können zudem helfen Beschwerden vorzubeugen. Dabei sollte auf kohlensäurehaltige Getränke besser verzichtet werden. Wohltuende Kräuter wie Fenchel, Anis oder Kümmel können als Gewürz oder zusammen in einer aromatischen Tasse Tee die Verdauung unterstützen.

Entspannen und zur Ruhe kommen

Zu Beginn der Schwangerschaft fühlen sich viele werdende Mütter schlapp und abgeschlagen. Das ist kein Wunder, denn der Stoffwechsel verändert sich, um den Anforderungen der Schwangerschaft gerecht zu werden. Oft geht diese Umstellung auch mit einem niedrigen Blutdruck einher, der das Müdigkeitsgefühl verstärkt. Wenn Sie sich als zukünftige Mama mit schweren Lidern durch den Tag schleppen, gönnen Sie sich einfach eine Extra-Portion Schlaf. Immerhin geschieht gerade etwas Wunderbares, aber auch sehr anstrengendes in ihrem Körper. Da dürfen Sie sich ruhig so oft wie möglich zurücklehnen und dieses Wunder genießen. Wenn Ihnen nicht nach Schlafen ist, kann auch Bewegung und frische Luft helfen, wieder neuen Schwung zu finden.

Auch wenn sich viele Schwangere tagsüber schlapp und müde fühlen, bekommen manche dennoch nachts kein Auge zu. Manchmal ist es der wachsende Bauch, der die werdenden Mütter daran hindert eine angenehme Schlafposition zu finden. Zudem hat das Baby meist eine kürzere Schlafphase als die Mutter und wird ausgerechnet dann aktiv, wenn die werdende Mama zur Ruhe kommt. Auch Ängste und Sorgen über die Geburt und die Zeit danach können den Schlaf rauben. Entspannungsübungen am Abend, ein ausgedehnter Spaziergang oder spezielle Kissen für eine angenehmere Liegeposition können die Nachtruhe unterstützen. Auch spezielle Arzneitees mit Lavendel oder Baldrian können helfen abends zur Ruhe zu kommen. Mehr Tipps für gesunden Schlaf haben wir hier.

Eine Mutter ist der einzige Mensch auf der Welt, der dich schon liebt, bevor er dich kennt.

Johann Heinrich Pestalozzi

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