Frühjahrputz für den Körper

Mit Kräutern, Tees und Co. gegen unerwünschten Ballast

Ob als Startschuss für eine Ernährungsumstellung oder um kleine Sünden wie zu viel Alkohol, zu fettiges Essen oder Nikotin auszubügeln – Detox liegt im Trend. Doch eigentlich übernimmt unser Körper das Entgiften ganz von selbst. Mit diesen Tipps können Sie ihn dabei unterstützen.


Frühjahr ist die Zeit, in der das Zuhause mal wieder richtig auf Vordermann gebracht wird – und das hinterlässt nicht nur Frische, Sauberkeit und Ordnung, sondern auch ein gutes Gefühl.

Auch unser Körper profitiert von einem kleinen Frühjahrsputz. Unsere Entgiftungsorgane – also Darm, Leber, Niere und Haut – übernehmen das „Putzen“ glücklicherweise selbst und das zu jeder Jahreszeit. Dabei kann etwas Unterstützung nicht schaden und kann das Wohlbefinden spürbar steigern.

Schluck für Schluck

Entgiften kann so einfach sein, denn eigentlich helfen wir unserem Körper tagtäglich bei der Detox-Arbeit, indem wir trinken. Wichtig hierbei ist natürlich, dass es dabei nicht nur bei einem Gläschen Wasser bleibt und auf süße, zuckerhaltige Limonaden gilt es besser zu verzichten. Wasser oder ungesüßter Tee hingegen, bringen unsere Entgiftungsorgane so richtig auf Touren, denn überall dort, wo entgiftet wird, braucht unser Körper ein Transportmittel: Flüssigkeit.  

Das Detox-Doppel

Dass manche Lebensmittel, wie z.B. Frittiertes, dem Körper ganz schön zu schaffen machen, ist wohl bekannt. Es gibt aber auch Lebensmittel, die sich positiv auf die körpereigene Entgiftung auswirken können:

So z.B. Leinsamen, denn die kleinen braunen Körner haben es wortwörtlich in sich: Sie enthalten nicht nur gesunde Omega-3-Fettsäuren, sondern sind auch echte Ballaststoff-Wunder. In Verbindung mit Flüssigkeit quellt die Leinsaat auf und übt so Druck auf die Darmwand aus – die Verdauung wird angeregt. Am besten entfaltet sich diese Wirkung, wenn die Leinsamen vorher geschrotet werden.

Auch Zitronen sind für Darm und Co nützliche Helferlein. Wer die gelben Vitamin-C-Bomben pur isst, zieht meist die lustigsten Grimassen, denn Zitronen sind vor allen Dingen eines: sauer. Doch tatsächlich wirken sie im Körper nicht sauer, sondern basisch und können so die Verdauung in Schwung bringen. Insbesondere morgens kann unser Körper von einem großen Glas Wasser mit einem Schuss Zitronensaft profitieren. Außerdem besitzt die Zitrusfrucht harntreibende Eigenschaften, was den Entgiftungsorganen zusätzlich zugutekommt.  

Unterstützung von Mutter Natur

Natürlich hat auch Mutter Natur so einiges zu bieten, denn auch bestimmte Kräuter können dem Körper bei wichtigen Prozessen behilflich sein – und im Frühjahr ist die Auswahl der grünen Powerpakete groß.

  • Brennnessel: Um die gezackten Blätter am Wegesrand machen viele lieber einen großen Bogen, doch die Brennnessel hat so einiges zu bieten. Insbesondere ihre Blätter und Wurzeln können dafür sorgen, dass die Harnwege ordentlich durchgespült werden. Der wassertreibende Effekt der Pflanze kann sich auch positiv auf die Niere auswirken, indem die Ausscheidungsfunktion angeregt wird.

  • Löwenzahn: Für Hobby-Gärtner ein lästiges Unkraut, für Kinder eine magische Wunschblume und für unseren Körper ein wohltuendes Kraut. Der Löwenzahn wird oft unterschätzt, doch als Heilkraut hat er ein weites Anwendungsspektrum. Dank seiner Bitterstoffe kann er die Verdauung unterstützen, aber auch die Leber- bzw. Gallenfunktion anregen. Auch für seine harntreibenden Eigenschaften wird das löwenstarke Kraut geschätzt.

  • Schafgarbe: Schon Schafe hatten das Kraut mit seinen zarten weißen Blüten zum Fressen gern. Ob es an ihrer wohltuenden Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt lag? Denn auch Schafgarbe enthält wertvolle Bitterstoffe, die die Verdauung fördern, indem sie die Magensaftproduktion anregen.

  • Lindenblüte: Früher kennzeichneten große Lindenbäume den Ortskern. Um sie wurden Feste gefeiert, gelacht und getanzt – und nicht nur diese Zeremonien waren ganz schön schweißtreibend, sondern auch die gelben Blüten der Linden können einen ganz schön ins Schwitzen bringen, denn sie regen die Schweißproduktion an. 

Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.

Teresa von Ávila

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