Fernöstliche Heil- und Gewürzpflanzen

Exotische Kräuter und welche Kräfte ihnen nachgesagt werden

Seit Jahrhunderten helfen Heilpflanzen die kleinen Wehwehchen des Alltags zu lindern. Auch jenseits des europäischen Kontinents gelten einige Pflanzen als echte Wohltat bei den verschiedensten Beschwerden oder sind als raffiniertes Gewürz unverzichtbar in der Küche. Einige exotische Kräuterlinge aus Fernost haben wir uns mal genauer angeschaut.


In Europa haben wir unser vielseitiges Heilpflanzenwissen vor allem den Studien des Hippokrates und der traditionellen Klostermedizin zu verdanken. Einige der bekanntesten Schriften der Heilpflanzenkunde gehen auf die Universalgelehrte Hildegard von Bingen zurück. Nicht weniger von Bedeutung sind Heilkräuter auch in der traditionellen Volksmedizin des Fernen Ostens. Die ayurvedischen Lehren aus Indien beispielsweise zählen knapp vierzigtausend Arten von Heil- und Gewürzkräutern, darunter auch uns wohlbekannte Pflanzen wie Thymian und Basilikum.

Ginseng

Der Ginseng gilt als eine der wichtigsten Kulturpflanzen Chinas. Aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften erfreut er sich auch in europäischen Gefilden immer größerer Beliebtheit. Beim Anbau der angeblichen Wunderwurzel ist jede Menge Geduld gefragt, denn sie braucht viel Pflege und bis zu sechs Jahre, um zu gedeihen. Neben ihren diversen Einsatzmöglichkeiten sorgt auch das merkwürdige Erscheinungsbild der Ginsengwurzel für Aufsehen: ihre Form gleicht oft der einer menschlichen Puppe.

Ashwagandha

Von dem auch als Schlafbeere bekannte Nachtschattengewächs wird traditionell die Wurzel als Heilpflanze verwendet. Was der Ginseng in der traditionellen chinesischen Medizin ist, das ist die Wurzel der Ashwagandha in Indien: Der sogenannte „Indian Ginseng“ gilt als Mittel für ewige Jugend, Aphrodisiakum und Einschlafhelfer – am liebsten in einer aromatischen Tasse Tee. Viele gestresste, indische Manager schwören auf ihre beruhigende Wirkung. Im Versuch mit Labormäusen konnten japanische Forscher ihre schlaffördernden Eigenschaften bestätigen.

Neben gestressten Geistern ist die Ashwagandha auch für Veganer ein nützliches Helferlein: Ihre gemahlenen Samen werden zur Herstellung von Käseersatzprodukten verwendet. Roh essen sollte man sie jedoch nicht, denn auch wenn die Ashwagandha ein echter Tausendsassa ist, sind mache ihrer Inhaltsstoffe leicht giftig.

Kurkuma

Kurkuma stammt ursprünglich aus Indien und ist wegen ihrer intensiven gelben Farbe auch als indischer Gelbwurz bekannt. Aber nicht nur aufgrund seiner äußeren Erscheinung, sondern auch wegen seiner inneren Werte hat das Ingwergewächs sich einen Namen gemacht: Als exotisches Gewürz verfeinert der intensive Geschmack der Kurkuma allerlei Curry- oder Gemüsegerichte. Und auch im Tee sorgt sie für ein angenehm-würziges Aroma, wie in unserem Mate+ Kurkuma. Im Ayurveda zählt die Gelbwurz zu den sogenannten „heißen Gewürzen“. Kurkuma gilt außerdem als das Schönheitsgeheimnis indischer Frauen. Ob Haarkur, Hautmaske, Nagelpflege und Fußbad – von Kopf bis Fuß ist sie fester Bestandteil täglicher Schönheitsrituale.

Tulsi

Die indische Verwandte des uns wohl bekannten Basilikums spielt in der hinduistischen Mythologie eine ganze besondere Rolle: Das indische Basilikum, auch Tulsi genannt, gilt als die irdische Manifestation der gleichnamigen Göttin. Sie habe die Gestalt des Krautes angenommen, um den Menschen auf der Erde Glück zu bringen und sie vor bösen Geistern zu schützen. Aber das ist noch nicht alles: Wer die Pflanze berührt, der soll von all seinen Sünden befreit werden. Kein Wunder also, dass das indische Basilikum in Haus und Hof vieler Hinduisten zu finden ist. Traditionell wird Tulsi bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden und Hautproblemen eingesetzt. Das sogenannte „heilige Königskraut“ wird wegen seines herben und gleichzeitig süß-scharfen Geschmack auch als aromatischer Tee sehr geschätzt.

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