Don‘t worry, be happy: Dem Herbstblues trotzen

Kräuter und Tipps gegen den Herbstblues

Gerade strahlte die Sonne noch mit Ihnen um die Wette – und nun ist es neblig, nasskalt und windig, die Tage werden kürzer und wir wissen: So schnell wird‘s erst mal nicht besser. Schnell verfällt man in schlechte Laune und kann irgendwie nicht viel Schönes am Herbst finden – wir zeigen Ihnen, wie sie den bunten Herbst doch noch in vollen Zügen genießen können.


Herbstblues – ein Mythos?

Sicher: Jeder versteckt sich mal hinter einer Ausrede, weil es am Morgen mit dem berühmten falschen Fuß aus dem Bett ging. Viele Menschen spüren den Jahreszeitenwechsel jedoch tatsächlich körperlich. Und das hat auch gute Gründe: Mit dem Herbst werden die Tage wieder kürzer und unser Körper nimmt weniger Tageslicht auf. Dies bringt unsere innere Uhr aus dem Takt: Müdigkeit, fehlende Motivation, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme sowie Heißhunger auf Süßes sind die Folge. Die Ursache dafür liegt im veränderten Hormonhaushalt. Bei Sonne und viel Tageslicht wird verstärkt das Glückshormon Serotonin produziert, wenn es allmählich dunkel wird, steigt hingegen die Produktion des Schlafhormons Melatonin an – der Körper signalisiert uns, dass wir schlafen sollten. Hinzu kommt, dass wir weniger Vitamin D aufnehmen – auch hier kann ein Mangel zu ähnlichen Symptomen führen.

Sie sehen, den Herbstblues gibt es wirklich – dies ist aber kein Grund, den Kopf in einen Haufen bunter Laubblätter zu stecken. :)

Unsere 4 Tipps gegen den Herbstblues

Tipp 1: Frischluft-Kur

Bewegung an der frischen Luft sollte ein tägliches Ritual werden – Ärzte empfehlen mindestens eine halbe Stunde. Das helle Licht kurbelt die körpereigene Produktion des Glückshormons Serotonin an, was uns zu mehr guter Laune verhilft. Das bunte Herbstkleid von Wäldern lädt in dieser Jahreszeit zu ausgedehnten Spaziergängen ein – und wer mag, kann dabei noch Kastanien und Blätter sammeln. Wer es lieber ein bisschen aktiver hat, tankt beim Wandern, Radfahren oder Walken wertvolles Tageslicht. Der positive Nebeneffekt von Bewegung an der frischen Luft? Es bringt neben jeder Menge Gute-Laune-Hormone auch den Kreislauf in Schwung, hält fit, baut Stress ab und macht rundum munter – trotz übellaunigem Herbst.

Tipp 2: Probier‘s mal mit Gemütlichkeit

Haben Sie schon die dicke Decke und eine Tasse heißen Tee parat? Perfekt, denn diese Kombination ist für die dunklen Monate einfach unschlagbar gemütlich. Neben wohltuenden Gewürztees oder einem von innen wärmenden Ingwer Tee gibt es auch belebende Sorten, die einem den Start in den Tag oder die Teepause im grauen Alltag verschönern. Bekannt dafür ist beispielsweise der Tee des Mate-Strauchs, der traditionell in Südamerika getrunken wird und fest in der Kultur verankert ist.

Mate-Tee war früher so wertvoll, dass er sogar als Zahlungsmittel verwendet wurde. Heute noch ist er steter Begleiter im südamerikanischen Alltag und wird gerne gemeinsam in großer Runde getrunken. Wenn Sie es gerne authentisch mögen, dann probieren Sie doch mal unseren Mate Pur in Bioqualität. Mit seinem natürlichen Koffein und einer würzig-herben Note ergibt sich ein aromatisches Geschmackserlebnis für herbstliche Tage.

Tipp 3: Happy-Food

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen ist nicht nur richtig lecker, sondern auch in den kalten Monaten wichtig, um die Abwehrkräfte zu stärken. Saisonale Highlights wie Kürbis, Rote Beete, Möhren und Kohl erleichtern dabei die Auswahl auf dem Speiseplan und sorgen schon mit ihren bunten Farben für gute Laune.

Bestimmte Lebensmittel können diese sogar noch zusätzlich fördern, wenn sie den Eiweißbestandteil Tryptophan enthalten. Dieser ist eine Vorstufe des Schlaf- und Glückshormons und wird durch körpereigene Vorgänge zu Serotonin umgebaut. So bleibt der Serotoninspiegel im Körper höher, trotz miesepetrigem Herbst. Gute Nachrichten für Käseliebhaber: Parmesan enthält sehr viel Tryptophan, aber auch andere Käsesorten wie Emmentaler und Edamer sind eine gute Wahl. Reich an Tryptophan sind außerdem Sojabohnen und Nüsse wie Cashewkerne oder Erdnüsse. In Kombination mit Kohlenhydraten, wie z.B. Vollkornbrot und Hülsenfrüchten, ist es für den Körper übrigens noch einfacher, Serotonin herzustellen. Wir wünschen frohes Glücklich-Essen!

Tipp 4: Wellness für Körper, Geist & Seele

Wie wäre es zum Beispiel mal wieder mit einem entspannenden Schaumbad? Die zusätzliche Gabe von ätherischen Ölen verstärkt die wohltuende Wirkung des Bades. Melisse, Lavendel und Kamille sind beispielsweise echte Entspannungsexperten.

Mindestens genauso entspannend wie ein wohlig warmes Bad ist das Lauschen der Lieblingsmusik oder eines Hörspiels. Es entführt uns aus dem normalen Alltag – vielleicht an einen romantischen Strand oder zu einem atemberaubenden Bergaufstieg?

Nicht zuletzt: Schlaf ist ein purer Genuss für den Körper. So wie es unsere Vorfahren und heute noch viele Tierarten halten, sollte man sich mit dem Herbst ein bisschen mehr Ruhe gönnen – ganz im Takt der Jahreszeiten und Natur. Diese erholt sich nämlich auch in der kalten Jahreszeit, ruht und tankt neue Kräfte für den Frühling. Ein bisschen Entschleunigung kann uns Menschen ebenfalls nicht schaden: Wenn Sie also merken, dass sich Ihr Körper nach Schlaf sehnt, sollten Sie der körpereigenen Aufforderung folgen. Super-Plus: Kuscheln. Denn Berührungen und Nähe entspannen seelisch wie körperlich – und machen glücklich und zufrieden.

Das Licht ist Maß und Zahl der Jahreszeiten, der Tage und all unserer Zeit.

Dionysios Areopagita

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