
Sanfte Soforthilfe bei Sonnenbrand
Sommer, Sonne, Sonnenbrand? Gegen die möglichen unangenehmen Folgen eines langen Sommertages haben wir hier einige Tipps für schnelle und sanfte Hilfe:
Mehr lesenEndlich 18 und jetzt geht das Leben los! Von wegen, Corona hat jungen Menschen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Statt Weltreise waren Sofa und Serien angesagt, statt Unistart hieß es Online-Vorlesung allein zu Haus. Und kaum eine*r hatte diese jungen Erwachsenen auf dem Schirm. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen – ihre psychische Gesundheit leidet. Untersuchungen1 haben gezeigt, dass ihnen das soziale Umfeld noch mehr fehlt als männlichen Altersgenossen. Das Gefühl der Einsamkeit ist größer als vor der Pandemie und auch ihr Stressempfinden ist gestiegen.
„Die große negative Seite sind die fehlenden Freizeitangebote wie Konzerte, Festivals und Partys." So beschreibt eine Studentin ihren Alltag. Sie hat, wie rund 7.000 weitere Jugendliche und junge Erwachsene, an einer Corona-Umfrage2 teilgenommen. „Gefühlt lebe ich gerade nur für die Uni“, schreibt sie weiter, „und insgesamt ist mein Leben zurzeit sehr gleichförmig und langweilig und plätschert so vor sich hin.“
Die bundesweite Befragung wurde von einem Forschungsteam der Universitäten Hildesheim und Frankfurt in der Corona-Zeit durchgeführt. Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei 19 Jahren, zwei Drittel der Teilnehmenden waren junge Frauen. Fast die Hälfte der jungen Menschen gab an, Angst vor der Zukunft zu haben.
Die Befragten sollten aber nicht nur Kreuzchen machen, sondern hatten auch die Gelegenheit, sich frei zu äußern, so wie die bereits zitierte Studentin. Eine andere Teilnehmerin schrieb:
„Die Corona-Pandemie hat mir wertvolle Zeit genommen. Mir kommt es so vor, als wäre 2020 ein Jahr der Zeitverschwendung, eine Freistunde in der Schule, bei der nichts getan wird, außer nur auf den Gong zu warten (…).“
In einem anderen Kommentar erzählt ein Befragter, der noch zur Schule geht von seinem Alltag:
"Jeder Tag ist gleich, keine Änderung in Sicht. Nach der Schule immer alleine."
Trotz der beschriebenen Langeweile und Gleichförmigkeit haben viele junge Menschen die Zeit aber auch als stressig empfunden. Stress in Form von innerer Unruhe, weil der Kopf voller Gedanken war und das Gedankenkarussell nicht zur Ruhe kam. Stress auch in Form von Sorge, weil sie mitbekamen, wie ein Elternteil um seinen Job bangen musste oder weil der eigene Ausbildungsplatz in Gefahr war. Manche hatten oder haben auch einfach Sorge, weil der Schülerjob im Eiscafé plötzlich wegbrach.
Ein wichtiges Thema, so stellen es die Herausgeber der Studie dar, war und ist bei den meisten Abiturient:innen die Sorge um ihre Zukunft. Kann ich mein lang geplantes Auslandsjahr starten, wann beginnt mein Freiwilligenjahr, habe ich überhaupt noch meinen Praktikumsplatz? Viele Jugendliche, so resümieren die Autoren, erleben in Zeiten der Pandemie eine große psychische Belastung – und das Problem ist, dass notwendige Ausgleichsmöglichkeiten fehlten und teils auch noch fehlen.
„Alles was Spaß gemacht hat wie Sport, mit Freunden treffen, Feiern gehen, entspannt in der Schule mit netten Leuten sein, wurde mir verboten, auch wenn ich verstehe, dass das nötig ist, fühle ich mich dadurch einsam (…)“ schreibt eine Teilnehmerin. Und damit ist sie nicht allein. Mehr als ein Drittel der Befragten gibt an, sich in der aktuellen Situation einsam zu fühlen.
Interessant ist, dass auch in anderen Studien immer wieder hervorgehoben wird, dass sich Frauen stärker durch die Pandemie belastet fühlen. In einem Dokument, wo Expert:innen mehrere Studien zu dem Thema zusammengefasst haben, heißt es, dass Frauen stärker unter dem Ausbruch der Coronapandemie litten als Männer und höhere Stress-, Angst- und Depressionswerte hätten. In anderen Studien,3,4,5 bei denen Frauen aus Deutschland und Österreich befragt wurden, zeigen die Ergebnisse, dass Frauen ein vermindertes Wohlbefinden, ein erhöhtes Angstlevel sowie ein stärkeres Einsamkeitsgefühl haben – im Vergleich zu Männern.
Egal ob Mann oder Frau, es gibt viele Möglichkeiten mit Stress und innerer Unruhe umzugehen. Sollten die Beschwerden allerdings schon monatelang anhalten und sich eher verschlechtern, wenden Sie sich bitte zunächst an eine Ärztin oder einen Arzt. Die Ratschläge, die wir hier teilen, sollen vor allem das Wohlbefinden steigern, sind aber kein Ersatz für einen Arztbesuch oder eine therapeutische Intervention.