Ab ins Beet

5 Mythen über Kräuter, Garten und Co.

Beete lassen sich mit einem Gläschen Bier vor Schnecken retten und Pflanzen freuen sich über ein nettes Pläuschen? Rund um das Thema Garten kursieren so einige Mythen – doch nicht alle verhelfen zum grünen Daumen.  


1. Mythos: Bienen lieben alle Blüten

Auch wenn es im Frühjahr und Sommer auf vielen Wiesen summt und brummt, sind die fleißigen Insekten eher wählerisch. Denn nicht alle Blüten bieten ihnen ausreichend Pollen und Nektar. Wer Bienen und anderen bestäubenden Insekten etwas Gutes tun möchte, kann ihnen mit Zierpflanzen wie Kornblumen oder Zinnien ein einladendes Blütenbüffet schaffen. Auch Kräuter wie Melisse, Lavendel oder Salbei sind für die kleinen Brummer ein echter Leckerbissen.  

2. Mythos: Lieber zu viel, als zu wenig gießen

Gießen ist bekanntlich eine Wissenschaft für sich. Doch viel hilft viel ist dabei allerdings nicht die Devise. Denn Pflanzen können sowohl von zu wenig als auch zu viel Wasser austrocknen – und nasse „Füße“ mögen sie so gar nicht. Durch zu häufiges Wässern kann das Wasser nicht mehr richtig abfließen und es entsteht Staunässe. Die Folge: Die Wurzeln fangen an zu faulen und können dann weder Nährstoffe noch Wasser aufnehmen.

3. Mythos: „Die kalte Sophie mach alles hie“

Wenn der Frühling sich langsam dem Ende zu neigt, die Tage länger und wärmer werden, erwischt es uns manchmal nochmal eiskalt: Die sogenannten Eisheiligen können laut Bauernregeln in der Zeit vom 11. bis zum 15. Mai für einen kurzen Kälteeinbruch mit nächtlichem Frost sorgen. Deshalb sollte die Aussaat erst nach dem letzten Tag der Eisheiligen, der „kalten Sophie“, begonnen werden. Auch heutzutage empfiehlt es sich, Keimlinge und Pflanzen erst nach dem 15. Mai ins Freie umzusiedeln.  

4. Mythos: Ein Gläschen Bier hilft gegen Schnecken

Tatsächlich ist Bier nicht nur bei uns Menschen beliebt, sondern auch Schädlinge wie z.B. Nacktschnecken schätzen das hopfenhaltige Gebräu und lassen sich von dessen Geruch anlocken. Ein kleines „Oktoberfest“ im Garten hilft, sie von Gemüsebeeten und anderen Pflanzen fernzuhalten. Dabei ist es jedoch wichtig, die Bierfallen so zu platzieren, dass die Schnecken von gefährdeten Beeten weggelockt werden – und natürlich, wie beim richtigen Oktoberfest auch, regelmäßig nachzuschenken. ;-)

5. Mythos: Den Pflanzen gut zureden

Ein bisschen Zuspruch tut immer gut – das denken sich auch manche Gärtner und halten mit ihren Pflanzen ab und an ein „nettes“ Pläuschen. Das CO2, das dabei ausgestoßen wird, kommt den Pflanzen sogar tatsächlich zugute, denn dieses benötigen sie für die Photosynthese. Zusätzlich produzieren wir beim Sprechen Schallwellen, die das Wachstum der Pflanzen fördern können. Wenn die Kräuter auf der Fensterbank das nächste Mal ihre Köpfchen hängen lassen, also einfach mit einer heißen Tasse Tee drauf los plaudern.

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