Schafgarbe:
Heilpflanze seit Homers Zeiten?

Ein Wiesen- und Tee-Allrounder bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Krämpfen

Achillea millefolium– wie kam die Schafgarbe zu dieser Bezeichnung? Und was kann das „Soldatenkraut“ oder „Frauenkraut“ aus medizinscher Sicht wirklich?


Griechisch-Mythisch

Wundheilend und blutstillend – diese Talente werden der Schafgarbe seit Jahrtausenden nachgesagt. Ihr Namenspate ist niemand anderes als Achilles, der antike Held aus Homers Ilias. Er soll sie dazu verwendet haben, eine Wunde am Oberschenkel von Thelephos, dem König der Myser, zu heilen. Ob diese Pflanze tatsächlich die Schafgarbe war, ist allerdings nur eine Vermutung – schließlich bewegen wir uns hier im Bereich der Mythologie.

Mittelalterlich und weit verbreitet

Näher an überlieferte Tatsachen kommen wir mit Hildegard von Bingen, die das Kraut aus der Familie der Korbblütler bei Verletzungen zur inneren und äußeren Anwendung empfiehlt. Vom mythischen Griechenland bis zum deutschen Mittelalter Hildegards – kein weiter Weg für die Schafgarbe: Geografisch ist sie in Europa, Nordasien und Nordamerika zuhause. Sie findet sich auf trockenen Wiesen und Weiden und wächst in den Bergen in über stolzen 3000 Metern Höhe.

Heil- und Teepflanze im Hier und Heute

Die Anwendung der Schafgarbe bei Wunden ist aus medizinischer Sicht heutzutage tatsächlich nicht mehr vorgesehen. Dafür ist es unstrittig, dass sie noch genug andere wertvolle und wohltuende Eigenschaften hat. Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) stuft Schafgarbenkraut und Schafgarbenblüten als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein. Ihre Anwendungsgebiete sind Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen sowie krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Die ab und zu verwendete Bezeichnung „Frauenkraut“ verdient sich die Schafgarbe durch die Anwendung bei menstruationsbedingten Krämpfen.

Ihre Bandbreite als Heilpflanze spiegelt sich auch in der Verwendung in unseren Arzneitees: Im Leber- und Galle Tee unterstützt sie bei Magen- und Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden. Der nach ihr benannte Schafgarbenkraut Tee lindert klassisch Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen, wie z.B. leichte krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Auch der Magen- und Darm Tee Tassenfertig setzt in Form eines Trockenextrakt aus Schafgarbenkraut voll auf ihre Fähigkeiten – sein besonderer Vorteil: Im praktischen Stick lässt er sich überall ohne Ziehzeit und Umrühren ganz einfach zubereiten.

Außer als Inhaltsstoff im Tee wird die Schafgarbe auch in Tabletten und Dragees verarbeitet – als Trockenextrakt wie beim Magen- Darm Tee Tassenfertig – oder als Tinktur in Tropfen. Der Teeaufguss kann auch für Sitzbäder verwendet werden. Vorsicht, die Schafgarbe hat ein giftiges Ebenbild: Mit Schierling ist sie leicht zu verwechseln.

Und zum Abschluss: Wieso denn nun eigentlich Schafgarbe? Angeblich haben Hirten beobachtet, wie kranke Schafe ungewöhnlich viel von ihr fraßen – und sich so heilten. Ob das so war, wissen wir nicht. Aber als Spezialisten für natürliche Heilkräfte halten wir es für keine schlechte Idee auch mal von Schafen zu lernen!

 

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