Garten, Beete und Balkonien: Ihr Kräuterlein kommet!

In den Supermärkten sind sie fast ganzjährig verfügbar und auch in manchen privaten Tiefkultruhen sind sie immer zu finden: Kräuter. Grün und frisch, je nach Mischung unterschiedlich intensiv und immer ein gesunder Kick auf dem Teller oder in der Tasse.

Ob es nun ein neuer Vorsatz ist oder schon jeher eine Tradition von Ihnen – es ist soweit! Im März, teilweise auch schon im Februar, können verschiedene Kräuter auf der Fensterbank angepflanzt werden. Im Freien dürfen die kleinen grünen Powerpakete jedoch frühestens ab April ausgesät werden. Wer es also nicht abwarten kann, der kann jetzt schon loslegen!


Welche Kräuter stehen ab März in den Startlöchern?

Kochbegeisterte können sich über Küchenkräuter freuen, die ab jetzt bereits indoor angebaut werden können. Basilikum, Knoblauch, Petersilie, Estragon, Schnittlauch, Liebstöckel, Zitronengras, Rosmarin, Bohnenkraut, Kerbel und Oregano gehören beispielsweise zu dieser Gruppe. Knoblauch und Petersilie dürfen sogar schon seit Februar in die Kälte. Das Bohnenkraut kann sich im März dazu gesellen.

Weitere Kräuter, die vor allem in Tees Verwendung finden, sind Lavendel, Waldmeister, Salbei, Thymian, grüne Minze, Echte Kamille und Zitronenmelisse.

Je nachdem, ob Sie einen großen Garten, Platz auf dem Balkon oder einen Blumenkübel haben, können Sie eine krautige Vielfalt anzüchten. Auch wer wirklich nur ein bisschen Platz hat, muss nicht auf eigene Kräuter verzichten, denn auch mit einer kleineren Auswahl können Sie mehr Grün auf den Teller bekommen. Und das funktioniert sogar mit schmalem Geldbeutel.

Die kleine Aussaatengrundschule

Der klassische Weg des heimischen Kräuteranbaus gelingt mit Anzuchterde, Samen und einem kleinen Gewächshaus.

Starten wir bei der Grundlage Ihres Pflanzvorhabens – das Gewächshaus: Wir gehen hier von einer kleineren Heimversion aus, die auf jedes Fensterbrett oder einen Tisch passt. Mini-Gewächshäuser können komplett fertig im Handel erworben werden.
Anzuchtgefäße oder spätere Kräutertöpfe können aber auch mit ein bisschen Kreativität selbst gebaut werden. Je nach Platz können verschiedene, ausgewaschene, aufgeschnittene Tetrapaks und Plastikflaschen als Gefäße verwendet werden. Auch saubere Joghurtbecher und Konservendosen funktionieren. Vergessen Sie aber nicht, Löcher in die Böden zu stechen, damit überflüssiges Gießwasser ablaufen kann. Am unkompliziertesten können leere Toilettenpapierrollen verwendet werden.
Nebenbei verwenden Sie auf diese Art nachhaltig Materialien, die eigentlich im Müll landen würden – Upcycling lohnt sich somit ebenfalls für Kräuter.

Die Anzuchterde ist für den ersten Schritt besser als herkömmliche Blumenerde geeignet, weil sie feiner und keimärmer ist. Außerdem hat diese kaum Nährstoffe, damit die Pflanzen nicht zu schnell wachsen. Wenn man keine Zeit oder Geduld hat, kann man anstelle von Samen auf Setzlinge zurückgreifen. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden – achten Sie auf hohe Qualität, damit Sie später wirklich etwas ernten. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl nicht mehr nur im Pflanzenmarkt sondern auch in diversen Onlineshops.

Wie funktioniert die Kräuteranzucht nun genau?

  1. Alle an Bord:
    Werfen Sie einen Blick auf die Anleitung der Packung. Füllen Sie Anzuchterde in das Behältnis nach Wahl und setzen Sie die entsprechende Menge an Samen hinein.
     
  2. Wasser marsch:
    Gießen Sie vorsichtig Wasser in das Gefäß, damit die frischen Samen nicht gleich weggespült werden.
     
  3. Klimaanlage:
    Wenn Sie ein Anzuchtgefäß nach Marke Eigenbau haben, dann können Sie das Ganze mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich ein Klima ähnlich im Gewächshaus entwickeln kann. Wenn das erste kleine Grün zu sehen ist, kann die Folie für eine bessere Luftzirkulation mit einer Gabel eingestochen werden.
     
  4. Trennung:
    Kündigt sich das erste Blattpaar an, so müssen die Pflänzchen pikiert, also separiert werden. Dafür gehen Sie vorsichtig mit dem Daumen oder runden Holz unterhalb der Wurzel und setzen das Jungkraut in ein neues Gefäß. Wichtig ist, dass die kleinen Wurzeln den Transfer in normale Blumenerde überstehen.
     
  5. Erntefest:
    Je nach Art der Kräuter, dauert das Wachstum und schlussendlich die Ernte. Auch ist es Ihnen überlassen, ob Sie diese in die freie Wildbahn pflanzen möchten oder ob der Weg zur Fensterbank angenehmer ist.
     

Kräuter bieten eine unglaubliche Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten – ob frisch in Salaten, Kuchen, Suppen oder haltbar gemacht in Ölen, getrockneten Gewürzen – für jeden Geschmack ist ein Kraut gewachsen.

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