Löwenstarkes Grün – alles rund um Löwenzahn

Pusteblume, Kindersendung und vieles mehr

Unkraut, Heilpflanze, Augenweide und Spielzeug – Löwenzahn ist fast überall und kann sehr vieles sein. Erfahren Sie hier mehr über den allgegenwärtigen Alleskönner.


Kuhblume, Bumbaumel oder Kuhlattich – die Bezeichnungen sind fast so zahlreich, wie ihr Vorkommen: Die gelben, weichen Blüten bedecken ganze Wiesen und Gärten. Wenn dann jahreszeitlich bedingt die weißen, runden Pflanzenköpfchen zu sehen sind, geht das nächste Spektakel los – Schirmchenfliegen!

Viele können sich kaum daran sattsehen oder pusten voller Freude die kleinen Schirmchen umher, anderen treibt es bei dem Gedanken an "das Unkraut" den Schweiß auf die Stirn. Große Berühmtheit erlangte die Löwenzahnblüte als sie kraftvoll durch den Straßenbelag schoss und die lehrreiche Fernsehsendung mit Peter Lustig in den 1980er Jahren einleitete. Kraftvolle Inhaltsstoffe und Eigenschaften hat dieses Gewächs tatsächlich zu bieten! So können Klein und Groß auch hier etwas lernen.

Vitaminreiche Heilpflanze – Löwenzahn hat's in sich

Seit Jahrhunderten werden die positiven Eigenschaften geschätzt. Die grünen Blätter, die kräftig gelben Blüten und die rübenartige Wurzel haben nämlich einiges an Inhaltsstoffen zu bieten: ätherische Öle, Vitamin A und C, Bitterstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Als Heilpflanzen helfen sie besonders bei Magen-Darm-Beschwerden und wirken sich positiv auf Verdauungsorgane, Leber und Galle aus. Gleichfalls unterstützt Löwenzahn die Fettverdauung und hilft dem Magen, wenn es mal wieder ein üppigeres Mahl gab. Der harntreibende Effekt unterstützt zusätzlich Nieren und Blase. Blutzuckerregulierende und antiseptische Eigenschaften machen die Butterblume zu einem gesunden Unkraut, das mehr vorzuweisen hat als schön auszusehen. Am einfachsten profitiert man von den Inhaltsstoffen durch einen frisch gebrühten Tee, der je nach Bedarf oder ärztlichem Rat (bei schwerwiegenden Beschwerden) getrunken wird. Hier gibt es eine große Auswahl an Arzneitees und krautigen Teemischungen. Übrigens: Für die Arzneitees wird die Power aus der ganzen Pflanze geholt, da alle Pflanzenteile (Blätter, Blüten, Wurzel) verarbeitet werden.

Essbares aus der Wiesenküche

Neben den Pflanzen in freier Wildbahn gibt es angebaute Sorten: Zuchtlöwenzahn. Er ist etwas blasser, hat weniger Bitterstoffe und ist milder im Geschmack. Besonders in unseren Nachbarländern Frankreich und der Schweiz sowie in Italien wird dieser gezüchtet. Wie kann Löwenzahn auf dem Speiseplan aussehen?

Ein Wildkräutersalat, der durch junge Blätter des Löwenzahns aufgepeppt wird, bietet einen simplen Einstieg in die kulinarische Löwenwelt. Durch den herben, nussigen Geschmack gibt er dem Salat eine würzige Komponente. Als Spinat-Alternative und ‚wilden‘ Brotbelag mit Quark sorgt der Löwenzahn ebenfalls für Abwechslung auf dem Teller. Die weichen Blüten sind im Salat sowieso ein echter Hingucker! Verarbeitet können diese außerdem einen süßen Brotaufstrich ergeben – Löwenzahnhonig. Den passenden Kaffee- oder Tee-Ersatz liefert dann die Wurzel, frisch oder getrocknet.

Vorsicht bei Allergien gegen Korbblütler: Der Löwenzahn ist ein Teil dieser Pflanzenfamilie. In diesen besonderen Fällen sollte dann vielleicht doch eher der schöne Anblick genossen werden.

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