Kanne, Stövchen und Co.

Welche Rolle spielt das Tee-Zubehör?

Tee ist Herzenssache! Und da hat jeder seine ganz eigene Vorstellung, wie die perfekte Tasse Tee zubereitet wird. Mindestens genau so wichtig wie die persönliche Lieblingssorte ist dabei die Wahl des Zubehörs: Welche Kanne ist die richtige? Teekessel oder Wasserkocher? Und braucht man eigentlich ein Stövchen? Wir geben die Antworten!


Teekanne ist nicht gleich Teekanne

Die Wahl der „richtigen“ Teekanne ist keine leichte. Je nach Teesorte und Vorliebe gibt es viele unterschiedliche Formen, Materialien und Größen. Die einen setzen auf Gusseisen, andere schwören auf Ton – und in Russland geht nichts über den Samowar.

Neben der Optik spielt bei der Wahl der Teekanne auch der Tee eine entscheidende Rolle. Tee in Blätterform mag es lieber in bauchigen Kannen. Hier kann sich das Aroma besonders gut entfalten. Damit die Teeblätter auch in der Kanne bleiben und keine Einlage in der Tasse werden, eignen sich Kannen mit integriertem Sieb besonders gut. Entsprechende Einsätze gibt es auch zum Nachrüsten.

Das richtige Behältnis für den richtigen Tee

Vorsicht ist bei Schwarzem Tee geboten: Das Aroma des Tees setzt sich schnell in der Kanne fest – andere Tees aus derselben Kanne schmecken dann schonmal etwas herber und würziger als gewollt. Für Haushalte, die neben Schwarztee- etwa auch Früchtetee-Enthusiasten beherbergen, kann deshalb eine zweite Teekanne gut für den Haussegen sein.

Eine ganz besondere Stellung haben Teekannen übrigens in der japanischen Teezeremonie. Hier wird nicht einfach irgendein Gefäß genommen: Die Teezeremonie beinhaltet ein Set verschiedener Ton- und Gusseisengefäße, die allesamt unterschiedliche Aufgaben erfüllen: Etwa, das Wasser zu erwärmen, selbiges wieder herunterzukühlen, den Tee ziehen zu lassen und natürlich letztlich den Tee auch zu trinken.

Volle Kanne: Welches Modell darf es denn nun sein?

Für den ganz alltäglichen Teegenuss ist ein umfangreiches japanisches Teekannen-Set natürlich nicht notwendig. Glas-, Porzellan- und Keramik-Kannen sind die beliebtesten Vertreter ihrer Art und weisen allesamt gute Isolier-Eigenschaften auf, die für einen warmen, leckeren Tee unerlässlich sind. Eine Kanne mit doppelwandigem Glas hat dabei zusätzlich den Vorteil, dass durch das Luftpolster zwischen den Glashüllen weniger Wärme verloren geht. Teurere Materialien wie Gusseisen und Stein und verteilen die Wärme besonders gut und feiern als Teekannen gerade ein Comeback.

Auch Edelstahl hat gute Wärmeeigenschaften. Wenn die Kanne allerdings, wie häufig bei günstigen Modellen, innen nicht beschichtet ist, kann das einen leicht metallischen Geschmack des Tees verursachen. Die etwas rauere Oberfläche des Edelstahls nimmt außerdem schneller den Geschmack von herberen Infusionen wie Schwarztee an.

Gemütlich oder schädlich? Das Stövchen

Was gibt es schon Schöneres, als es sich an einem grauen Herbsttag auf der Couch gemütlich zu machen? Eingemummelt in eine flauschige Decke darf da ein leckerer Tee nicht fehlen. Damit der auch beim spannendsten Buch warm bleibt, setzen Generationen von Tee-Liebhabern auf das gute alte Stövchen. Aber nicht für jeden Tee ist der kleine Warmhalter so gut: Weil der Tee durch die ständige Hitze weiter zieht, kann das bei manchen Sorten dazu führen, dass der Tee bitter wird. Bei schwarzem Tee kann zu langes Ziehen sogar zu Darmproblemen führen.

Für „klassische“ Tees wie Schwarzen, Grünen oder Weißen Tee ist es ratsam, lieber kleinere Portionen frisch zuzubereiten. Alternativ kann auch eine gut isolierende Teekanne oder eine Thermoskanne helfen. Früchtetee und Kräutertee macht das Stövchen dagegen nichts aus. Sie werden mit der Zeit intensiver im Geschmack.

Mein Teekesselchen

Bevor der perfekte Tee in die perfekte Kanne kommt, muss erstmal das Wasser heiß werden. Noch unsere Großeltern haben dafür ganz selbstverständlich einen Teekessel genutzt: Wenn es pfeift, ist das Wasser heiß. Mittlerweile sind praktische Wasserkocher der Standard und bereiten das Teewasser in Windeseile zu. Wie genau das Wasser heiß wird, ist dem Tee selbst egal – das schafft auch der Campingkocher vor dem Zelt.

Wichtiger ist die Temperatur, die das Wasser hat, wenn der Tee aufgebrüht wird. Klassische Teesorten sind besonders empfindlich gegenüber Temperaturen: Ein paar Grad mehr oder weniger können bei Grünem, Weißem, Schwarzem- oder Oolong Tee den Geschmack nachhaltig beeinflussen. Für diese Teeklassiker kann ein Wasserkocher mit eingebautem Thermometer praktisch sein, um die spezifischen Temperaturen zwischen 60 und 90 Grad Celsius genau zu treffen.

Die richtigen Tassen im Schrank haben

Zu guter Letzt braucht es noch ein Gefäß, aus dem der Tee genossen wird. Hier sind vor allem die eigenen Vorlieben gefragt! Der Klassiker ist natürlich die Teetasse aus Keramik oder – für edle Momente – aus Porzellan. In Glastassen lässt sich die wunderschöne Entfaltung des Tee-Aromas mitansehen. Doppelwandige Glasbecher isolieren zudem noch ein bisschen besser als herkömmliche Tassen.

Es muss aber nicht immer die Tasse sein. In der Türkei und arabischen Ländern etwa sind Teegläser weit verbreitet. In Russland wird Tee traditionell im „Podstakannik“ getrunken, einer Art Halter, in die das Teeglas gestellt wird, um sich nicht die Finger zu verbrennen. In asiatischen Ländern wird Tee oft aus Schüsseln getrunken und in Südamerika wird der Mate-Tee aus einer Kalebasse getrunken. Lassen Sie sich inspirieren!

Tee erleuchtet den Verstand, schärft die Sinne, verleiht Leichtigkeit und Energie und vertreibt Langeweile und Verdruss.

Chinesische Weisheit

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