Im Winter unbeschwert durchatmen

Tipps bei trockenen Schleimhäuten in der kalten Jahreszeit

Haben Sie im Winter auch das Gefühl, dass Rachen, Haut und Nase ständig trocken und gereizt sind? Dann liegt das vermutlich an einer zu trockenen Umgebungsluft. Hier gibt’s Tipps für gesunde Schleimhäute, auch wenn es draußen kalt und drinnen trocken ist.


Die Heizung leistet im Winter Akkordarbeit. Während es nämlich draußen unwirtlich und kalt wird, ermöglicht sie es uns weiterhin gemütlich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa zu liegen – ohne dicken Wintermantel. Das Heizen hat aber einen Haken: Die Raumluft wird dadurch trocken.

Der Grund: Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte. Wenn kalte Luft nun durch Heizen erwärmt wird, enthält sie zwar immer noch dieselbe Menge an Wasser, ist aber nun in der Lage, mehr Wasser zu speichern. Der Wasserdampf-Anteil in der Luft – also die Luftfeuchtigkeit – sinkt prozentual. Viren fühlen sich in der aufgeheizten Wohnzimmer-Wüste anschließend pudelwohl. Die Folge: Erkältungen. Stoßlüften hilft zwar virenbelastete gegen frische Luft auszutauschen, es trocknet den Raum aber auch aus – es kommt ja wieder kalte Luft ins Haus. Bei sehr trockener Raumluft helfen daher eher andere Maßnahmen.
 

Wasserschälchen, Wäsche, Verdunster –
Helfer für die Raumluft

Der einfachste „Trick“ ist es, Wohnräume nicht zu überheizen. Eine Raumtemperatur knapp über 20 Grad reicht vollkommen aus – im Schlafzimmer darf es sogar noch kühler sein. Weitere Raumluft-Helfer haben wir hier aufgelistet:

  • Viel trinken: Feuchten Schleimhäuten kann man auch von innen heraus helfen. Am besten geeignet ist das gute alte Wasser und ungesüßter Tee.
  • Der Wäscheständer im Wohnzimmer spendet sehr viel Feuchtigkeit. Aber Obacht: Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann auch die Schimmelbildung begünstigen.
  • Ein Schälchen Wasser auf der Heizung gibt langsam Feuchtigkeit an den Raum ab.
  • Das Handtuch über der Heizung hat einen ähnlichen Effekt wie das Wasserschälchen.
  • Ein elektrischer Verdunster, der das Wasser durch Kochen verdampft, ist zwar hygienisch unbedenklich, verbraucht allerdings auch viel Strom.
  • Ein reiner Vernebler ist mit Vorsicht zu genießen, da hier unter Umständen auch Keime in der Raumluft verteilt werden.

Wie gut die einzelnen Tricks und Helferlein wirken, hängt natürlich ganz individuell von der Wohnsituation und den eigenen Vorlieben ab. Wer Wert auf ein optimales Raumklima legt, kann sich aber schon für wenig Geld ein Hygrometer besorgen und selber nachforschen, welche Maßnahme am besten ist. Im Winter ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40% bis 60% für unsere Schleimhäute ideal.

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