Herbarium für Kräuterliebhaber

Tipps zur Herstellung einer eigenen Kräuter-Sammlung

Ein Pflanzen-Herbarium ist mehr als eine lästige Hausaufgabe aus dem Schulunterricht: Es kann Erinnerungen an einen Wiesenspaziergang oder die letzte Kräuterernte bewahren.


Ursprünglich eine gute Möglichkeit für Forscher, Pflanzen zu archivieren, ist das Herbarium auch in den eigenen vier Wänden ein echter Hingucker.

Farbenvielfalt mit Kräutern

Kräuter sind grün, ihre Blüten und Früchte wunderbar bunt. Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten, um Akzente zu setzen:

Für ein Herbarium eignen sich weitere Kräuter und Pflanzen, beispielsweise Ackerschachtelhalm, Wurzeln verschiedener Kräuter, Hopfenzapfen, Birken- und Brennnesselblätter, Hirtentäschelkraut, Gänseblümchen oder Rosmarin.

Kräuter in einem Herbarium konservieren

Die zweckmäßige Aufbewahrung im schulischen Schnellhefter hat ausgedient – wir haben ein paar Grundschritte, mit denen Sie Ihr Herbarium in Szene setzen:

  1. Kräuter sammeln
    Mit Schere, Gartenschaufel oder Taschenmesser lassen sich gewünschte Kräuter und Pflanzenteile vorsichtig abschneiden oder ausbuddeln. Für den Transport können Sie die Kräuter locker in Zeitungspapier oder Stofftaschen legen. Feuchtes Zeitungspapier oder Taschentücher halten sie frisch. Um den Überblick über die Pflanzenteile zu behalten, helfen Klebezettel oder Etiketten. Ein Pflanzenbestimmungsbuch unterstützt dabei. Übrigens, der Natur und Ihnen zu Liebe: Sammeln Sie keine gefährdeten oder giftigen Pflanzenarten oder zu viele Pflanzen. Eine kleine Regel unter Pflanzenfreunden: Von 20 Exemplaren an einer Stelle kann eine Pflanze oder ein Zweig mitgenommen werden.
     
  2. Kräuter pressen und trocknen
    Am besten funktioniert das Pressen mit einer Pflanzenpresse. Bücher zu verwenden ist weit verbreitet, hat aber gegenüber einer Pflanzenpresse oft den Nachteil, dass nicht genügend Druck ausgeübt wird. Daher unser Tipp: Eine Pflanzenpresse selbst basteln, da geht ganz einfach und bringt die besten Ergebnisse. Hier finden Sie eine praktische und einfache Anleitung.
    Zum Pressen selbst: Einfach ein paar (Tipp: besser nicht zu viele) Kräuter und Blüten auf Küchen- oder Löschpapier vorsichtig in die Presse bzw. zwischen die Buchseiten legen. Nadeln können Sie mit durchsichtigem Nagellack am Ästchen befestigen. Dickere Früchte oder Wurzeln am besten halbieren, damit sie an einem trockenen Ort vollständig ihre Feuchtigkeit verlieren. Manche werden zusätzlich enthaart und entkernt. Je kürzer die Trocknungsdauer ist, umso besser bleiben Farben erhalten. An einem trockenen, belüfteten Ort dauert der Vorgang in der Regel drei bis fünf Tage.
     
  3. Auf Papier betten
    Die leicht zerbrechlichen Pflanzenteile können Sie auf säurearmes, stabiles Papier (Format nach Wahl) setzen. Leicht befestigen lassen sich diese mit Kleber oder auch mit Nadel und Faden. Mit einem Bilderrahmen können sie Ihr persönliches Kräuter-Kunstwerk vollenden. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, beispielsweise indem Sie weitere Naturmaterialien ergänzen.
     
  4. Beschriftung
    Wer möchte, kann die Pflanzen mit ihrem lateinischen Familiennamen beschriften. Datum, Ort und die Information, mit wem man unterwegs war, können das Herbarium zu etwas Besonderem machen.
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