Gewusst wie: Tee zubereiten

Warum ein paar Grad und ein paar Minuten einen großen Unterschied machen

So vielfältig wie der Tee selbst, so vielfältig sind auch die Formen, wie Sie ihn zubereiten können. Dabei kommt es auf Wasser, Temperatur und Ziehzeit an – und ganz besonders auf Ihre persönliche Vorliebe.


It’s getting hot: Tee aufgießen

Ob Sie dabei auf einen Wasserkocher, den guten alten Teekessel oder einen Topf über dem Campingkocher vertrauen: Für heißen Tee benötigt man heißes Wasser. Wie heiß genau, ist dabei je nach Teesorte unterschiedlich. Denn das Überbrühen soll einerseits für einen keimfreien, sicheren Teegenuss sorgen. Andererseits sollte das Wasser für so manchen Tee aber auch nicht zu heiß sein. Aus hygienischen Gründen sollte das Wasser aber immer erst sprudelnd aufkochen und anschließend auf die Wunschtemperatur abkühlen. Das sind, je nach Zieltemperatur, etwa 1–5 Minuten.

Manche mögen’s nicht ganz so heiß

Tees, die aus der Teepflanze gewonnen werden – das sind etwa Grüner, Weißer, Oolong- oder Schwarzer Tee – haben bei der Temperatur so ihre Eigenheiten und mögen es oft nicht allzu heiß. Je nach Sorte liegt die Aufguss-Temperatur ungefähr zwischen 70 und 90 Grad Celsius. Grüner Tee wird, abhängig von der Qualität, teilweise sogar noch kühler aufgegossen. Die Temperatur hat dabei – zusammen mit Wasser, Ziehzeit, und Teekanne – eine Auswirkung auf den Geschmack des Tees. Kräuter- und Früchtetees sind da pflegeleichter: Sie können getrost mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden. Auch der Schwarze Tee verträgt Temperaturen knapp unter dem Siedepunkt. Achten Sie aber generell darauf, einen Teebeutel nicht direkt mit heißem Wasser zu überbrühen – der könnte sich dadurch aufblähen und platzen.

Gutes Wasser macht guten Tee

Möglichst weich – so mag es der Tee gerne. Bei der Teezubereitung meint man damit allerdings das Wasser und „weich“ bedeutet dabei, dass das kühle Nass wenig Kalk enthält. Hartes Wasser weist dagegen eine hohe Kalk-Konzentration auf. Der Kalk an sich wäre gar nicht so schlimm für den Tee und ist gesundheitlich unbedenklich. Er führt aber dazu, dass das Wasser einen höheren pH-Wert hat, also mehr Säure enthält. Diese Säure reagiert mit der Säure im Tee und kann dazu führen, dass der Tee seinen Geschmack nicht optimal entfalten kann. Für einen ungetrübten Teegenuss ist weiches Wasser, mit einem niedrigen pH-Wert, die beste Wahl. Wenn Sie in einer wassermäßig "kalkigen" Region leben, helfen hier Wasserfilter oder auch Kalkfänger, die Sie im Wasserkocher platzieren können.

Es zieht! Aber wie lange eigentlich?

Vor allem bei den „klassischen“ Teeblättern spielt die Ziehzeit eine große Rolle für den fertigen Tee. Sie müssen in der Regel nur kurz ziehen – ein paar Minuten mehr oder weniger machen deshalb einen großen Unterschied. Je länger der Tee zieht, desto mehr Bitterstoffe werden generell freigesetzt. Eine bittere Note kann zu einem wunderbar würzig-frischen Aroma beitragen – aber bei zu langer Ziehzeit den Tee auch nur noch bitterer werden lassen. Abhängig von der Ziehzeit wirkt Grüner oder Schwarzer Tee übrigens in zwei Richtungen: Entweder als Wachmacher – oder, bei einer längeren Ziehzeit, als genaues Gegenteil. Obacht gilt bei Schwarzem Tee: Eine zu kurze oder zu lange Ziehzeit kann hier unter Umständen sogar zu Darmbeschwerden führen. Ein Blick auf das Etikett bringt im Zweifelsfall Klarheit in Sachen Ziehzeit. Auch hier ist der Früchtetee bescheiden und pflegeleicht: Je nach gewünschtem Geschmack darf der auch länger ziehen.

Arzneitees und Kräutertees: Deckel drauf!

Tees mit Heilkräutern – zum Beispiel Arzneitees und Kräutertees – beziehen ihren Geschmack und ihre Wirkung zu einem großen Teil aus den ätherischen Ölen, die ihnen innewohnen. Damit die sich nicht verflüchtigen, hilft es schon, die Tasse oder Kanne während der Ziehzeit abzudecken. So können sich die ätherischen Öle auch in Dampfform nicht so leicht verflüchtigen. Kräutertee darf mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Übrigens: Indem Sie den Tee nach dem Aufgießen kurz umrühren, helfen Sie den Aromen, sich zu entfalten.

Lange Teefreude mit der richtigen Lagerung

Trocken, kühl und dunkel: Was die Kartoffel mag, ist für Tee nicht falsch. Wichtig ist, dass der Tee sein Aroma behält. Daher werden die meisten Tees in luftdichten Aromaschutz-Verpackungen verkauft. Auch wenn es verlockend klingt: In den Kühlschrank sollte der Tee nicht. Der ist etwas zu kalt – und selbst die beste Aroma-Barriere kann nicht verhindern, dass der Tee langfristig dann nach Käse oder übrig Resten vom Mittagessen schmeckt. Ein dunkles, trockenes Plätzchen, bei einer etwas kühleren Raumtemperatur ist ideal.

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