Spitzwegerich

Spitzwegerich

Medizin to Go – so könnte man den Spitzwegerich, der gerne an Wald- und Feldwegen wächst, bezeichnen. Denn der Saft, den man aus den Blättern direkt vor Ort ausdrücken kann, ist desinfizierend, leicht antibakteriell und gerinnungsfördernd –also gut einsetzbar als kleine Erste Hilfe bei geringfügigen Verletzungen oder Insektenstichen, die man sich unterwegs zuzieht. Doch springt der Spitzwegerich einem nicht gleich ins Auge; seine Erscheinung ist unauffällig: statt farbiger Blütenpracht, die Insekten anlockt, lediglich eine unscheinbare Blütenähre, die, zur Frucht gereift, wohlschmeckend sein soll. Der Trick des Spitzwegerichs: seine Bestäubung läuft ganz ohne Insekten, die mit Farben angelockt werden müssten, sondern über den Wind oder tierische Bodenbewohner. Als Heilkraut gehört er zur Trias der Husten- und Bronchialgiganten aus dem Pflanzenreich - Efeu, Thymian und Spitzwegerich – und wird seit dem 11. Jahrhundert für diese Indikation eingesetzt. Für hustenlösende Arzneitees werden Teile aus dem gesamten Kraut verwendet, außer der Wurzel.



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