Niere - Blase - Entschlackung

Wenn die Blase zwickt...
Wenn Bakterien in die Blase eindringen und nicht ausgespült werden, kommt es zur Blasenentzündung, auch Blasenkatarrh oder Reizblase genannt. In der Blase finden die Krankheitskeime beste Lebensbedingungen in Form von Wärme, Feuchtigkeit und Nährstoffen. Die Bakterien können im Harnleiter aufsteigen und auch die Nieren infizieren. Die Folge ist eine Nieren- oder Nierenbeckenentzündung. Harnwegsinfektionen können kurzfristig (akut) auftreten oder längere Zeit (chronisch) bestehen. In jedem Fall sind Nieren-Blasenerkrankungen nicht harmlos und müssen deshalb rechtzeitig und mit angemessenen Mitteln behandelt werden.
Man erkennt eine Harnwegsinfektion am häufigen Wasserlassen und zum Teil heftigen Brennen in der Blase. Zusätzlicher Druck- oder Klopfschmerz in der Nierengegend weist auf eine Entzündung des Nierenbeckens hin.
Frauen sind besonders anfällig für Blasen-Niereninfektionen, da die Keime über die Scheide und die relativ kürzeren Harnleiter leichter in die Harnwege eindringen können als bei Männern. Die Ursachen einer Nieren-Blasenerkrankung sind vielfältig. Eine Infektion kann zum Beispiel hervorgerufen werden durch ungenügende Hygiene, Sitzen auf kalten Steinen, Radfahren oder Motorradfahren, oder vermehrtes Harnträufeln z.B. in Streßsituationen. Akute Harnwegsentzündungen sind typisch für junge Frauen. Chronische meistens beschwerdelose Infektionen treten bei 20% der älteren Frauen und 10% der älteren Männern auf.
Nieren- und Blaseninfektionen können auch durch ernsthafte krankhafte Veränderungen in den Harnwegen verursacht werden, z. B. Harnröhrenverengungen durch Tumore oder Verwachsungen, Abflußstörungen durch Fremdkörper oder Steine. Hier ist eine ärztliche Behandlung unerläßlich.

Eine Selbstbehandlung ist nur dann empfehlenswert, wenn die Infektion kurzfristig (akut) auftritt, die Beschwerden unbedenklich erscheinen und nach wenigen Tagen der Selbstmedikation abklingen. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt oder Apotheker befragt werden.

Behandlungsmethoden...
Die sinnvollste Methode zu Behandlung von Blasen-Nieren-Infektionen ist die Durchspülungstherapie, unterstützt durch pflanzliche harntreibende Wirkstoffe. Die Durchspülungstherapie sollte mit 2-3 Litern Flüssigkeitseinnahme pro Tag durchgeführt werden. Ein Teil der Flüssigkeitsmenge wird dabei am besten durch einen entsprechenden harntreibenden Arzneitee gedeckt, die restliche Menge am besten durch Mineralwasser. Die Trinkmenge sollte so hoch sein, daß alle zwei Stunden möglichst eine Blasenleerung erfolgt. Durch viel Trinken werden die Keime aus den Harnwegen herausgeschwemmt. Die verschiedenen Inhaltsstoffe der verwendeten Heilpflanzen wirken zusätzlich entzündungshemmend, krampflösend und leicht antibakteriell.

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