Diabetes
Diabetes mellitus - allgemein auch Zuckerkrankheit genannt -
ist eine griechisch-lateinische Wortkombination: Diabetes kommt aus dem Griechischen und wird mit "Durchgang" oder "Harnruhr" übersetzt. Mellitus ist lateinisch und bedeutet "honigsüß". Bei Diabetes handelt es sich um eine hormonell bedingte chronische Stoffwechselerkrankung, die auf einem relativen oder absoluten Mangel an Insulin beruht.
Die schlummernde Zeitbombe.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwa sechs bis acht Millionen Deutsche - das entspricht 10 % der Bevölkerung! - zuckerkrank sind.
Damit ist Diabetes die Volkskrankheit Nummer 1.
Das Deutsche Diabetes Forschungsinstitut geht davon aus, dass die Zahl der unerkannten Diabetes-Erkrankungen vermutlich höher ist als bislang angenommen, denn viele wissen nicht, dass sie an Diabetes leiden.
Je länger Diabetes unbemerkt bleibt, desto gravierender und häufiger treten mögliche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Sehstörungen, Fußleiden oder Nierenversagen auf. Umgekehrt können diese jedoch durch eine frühzeitige und adäquate Diagnose verhindert werden.
Wenn der Blutzucker entgleist.
Es existieren zwei Typen des Diabetes mellitus, die sich hinsichtlich ihrer Entstehung grundsätzlich unterscheiden:
Der Typ-I-Diabetes wurde früher als juveniler Diabetes bezeichnet, da er meist im jugendlichem Alter beginnt. Er entwickelt sich durch eine immunologisch bedingte Zerstörung der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Betroffene müssen lebenslang Insulin spritzen.
Typ-II-Diabetes (früher: Altersdiabetes) wird zehnmal häufiger als Typ-I diagnostiziert. Hier liegt eine angeborene oder erworbene Unempfindlichkeit gegenüber Insulin vor. Diese so genannte Insulinresistenz ist möglicherweise auf eine dauerhaft überreiche Nahrungszufuhr mit Zucker zurückzuführen.
Die Bauchspeicheldrüse reagiert auf die hohe Konzentration des Zuckers im Blut, indem sie immer mehr Insulin produziert. Der ständig erhöhte Insulinspiegel führt dazu, dass Sensibilität und Anzahl der Insulinrezeptoren an den Körperzellen sinken. Im weiteren Verlauf sind die Insulin produzierenden
Zellen überfordert, und die Insulinausschüttung bricht zusammen.
Wohlstands-Zucker.
Typ-II-Diabetes, dessen Zunahme vor allem durch die ungesunde Lebensweise der Wohlstandsgesellschaft - wenig Bewegung, falsche Ernährung, Übergewicht - begründet wird, aber auch der Typ-I-Diabetes bei Kindern, nehmen zu.
Allgemein gesehen, ist eine disziplinierte Ernährungsweise entscheidend, um Diabetesschäden an den Blutgefäßen und der Augennetzhaut zu vermeiden. Die beim Typ II Diabetes vorliegende Übergewichtigkeit kann zu weiteren Schäden im Herz/Kreislaufsystem oder am Bewegungsapparat führen. Eine Diät zur Gewichtsreduktion ist unerlässlich.
Vitaminschlucker haben's besser.
Eine Ernährung mit wenig tierischen Fetten aber vielen Ballast und Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe) ist die beste Gesundheitsgarantie. Neben den bekannten Ernährungsregeln sollte der Diabetiker besonders auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen achten.
Produkte: